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REIZVOLLE ANMACHERIN
(Allumette, gentille allumeuse)
Jeder Mann, der sie sieht,
Streichelt sie schon,
Ihre Haut bleibt an ihm kleben
Dieses Fleisch, warm, schön, verrückt
Nach Leidenschaft, so weich, dass es die Sonne aus der Bahn reißt
Dem hinreißenden Busen entreißt er einen Blick
Unter der Schürzung des Kleids, das vor Staunen klafft,
Schwindel es ist eine Frucht mit handlichen Formen
Dieses dehnbare und nackte Fleisch
Kein Kompass hätte Orientierung
Die Wirkung des Wacholders, der im Blut gebuttert wird,
Keine Ohnmacht, die einem die Sicht vernebelt,
Die Mund und Zunge und Wangen-Inneres verklebt,
Die nach Löschpapier dürsten,
Wie die Laich-Notwendigkeit:
Triebhaft,
Maßlos, erdrutschartig, unumschränkt.
Die Worte, die Worte haben weiter nichts zu bedeuten
Als das Schweigen zu bevölkern,
Wenn es zu gewichtig lastet,
Die Hände, die Hände müssen im Käfig bleiben,
Hölzern bleiben und kreuzbrav,
Vergessen
Am Rande der Glut,
Verzehren sich ohne Flamme und Rauch,
Ein paar Zentimeter
Vom Freudenfeuer!
Patrick ARDUEN
Aus der Sammlung „L’Humanitaire"
Übersetzung von Markus Lakebrink